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Glück
im Unglück 2008 Im
wahrsten Sinne Glück im Unglück hatte eine kleine Igelfamilie. Mutter
Igel hatte ihr Nest für vier Junge in einer Wiese gebaut. Als das
Gras hoch wurde, kam der Rasenmäher. Zu spät entdeckten die
Arbeiter die Tiere, ein Baby war sofort tot. Die Mutter und die drei
Kleinen wurden von der Feuerwehr zu uns gebracht. Obwohl
sich die Igelmama einrollte, war viel Blut zu sehen, und wir mussten
von einer größeren Verletzung ausgehen. Vorsichtig
rollten wir sie aus und sahen, dass ein Fuß vollkommen zersplittert
war. Nach
eingehender Untersuchung durch unsere Tierärztin Frau Brauns stand
die Diagnose fest. Für das Überleben der Mutter, und damit auch
der Kinder, mussten zwei Beinchen amputiert werden. Wir
wagten den Eingriff, vielleicht kommt die Igelfrau auch nur mit zwei
Beinen zurecht und kann wenigstens ihre Kinder großziehen. So
kam es auch. Nach überstandener Operation, kümmerte sich die Mama
rührend und aufopferungsvoll um ihren Nachwuchs, dessen Stacheln
noch weiß und weich waren. Später
kamen viele tierliebe Menschen und besuchten unsere kleine
Igelfamilie, brachten Futter- oder Geldspenden mit. Eine
Menschenfamilie übernahm sogar eine Patenschaft. Inzwischen
sind aus den kleinen Babys richtige Brocken geworden und haben schon
längst das Weite gesucht. Nur
wenn sie ganz großen Hunger haben, kommen sie an ihre Futterstelle. Auch
die Igelmama findet sich in der Natur zurecht. So
hat die Geschichte ein gutes Ende. Vielleicht
treffen sie sich nächstes Jahr alle am Katzennapf wieder und werden
zueinander sagen: Weißt du noch, damals, als wir noch ganz klein
waren...
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