Tierheim-Plauen
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Als
der alte Mann bei Sonnenuntergang den Strand entlangging,
sah er vor sich einen jungen Mann, der Seesterne aufhob und
ins Meer warf. Nachdem er ihn schließlich eingeholt hatte,
fragte er ihn, warum er das denn tue. Die Antwort war, dass
die gestrandeten Seesterne sterben würden, wenn sie bis
Sonnenaufgang hier liegen blieben. "Aber der Strand ist
viele, viele Kilometer lang und tausende Seesterne liegen
hier", erwiderte der Alte. "Was macht es also für
einen Unterschied, wenn du dich abmühst?" Der junge
Mann blickte auf den Seestern in seiner Hand und warf ihn in
die rettenden Wellen. Dann meinte er:
"Für DIESEN macht es einen Unterschied!" |
Plädoyer für
einen Freund
Der Mensch, den man für seinen BESTEN
FREUND hält, kann sich gegen einen wenden und zum schlimmsten Feind
werden.
Der einzige Sohn und die einzige Tochter,
die wir mit viel Liebe aufgezogen haben, können uns undankbar den Rücken
kehren.
Menschen, die dazu neigen vor uns auf die
Knie zu fallen, solange wir uns im Erfolg sonnen, sind oft die, die
das erste Gift verspritzen, sobald sich die dunkle Wolke des
Misserfolges über uns zusammenbraut.
Der Einzige, hundert Prozent uneigennützige
Freund den Du in dieser selbstsüchtigen Welt hast,
Der Einzige, der Dich nie verlässt,
Der Einzige, der nie im Leben undankbar ist,
Der Einzige, der Dich nie verrät – ist DEIN HUND
Er ist Dein bester Freund sowohl in Reichtum
als auch in Armut – in Gesundheit und Krankheit.
Er schläft auf dem kalten Boden, wenn der eisige Winterwind pfeift
und Schneestürme wütend tosen – nur um an der Seite seines Herrn
zu sein.
Er leckt die Hand, auch wenn sie ihm kein Futter bietet.
Er leckt die vielen Wunden, die unser Leben in dieser rauen Welt mit
sich bringt.
Er wacht über den Schlaf seines bettelarmen Herrn, als wäre er ein
Prinz.
Und wenn sich alle Freunde abgewendet haben
– ER bleibt !
Und wenn das Schicksal seines Herrn ihn als
einsamen Wanderer in die Welt hinaus schickt, wo er ohne Freunde und
Heimat ist – gibt es für seinen TREUEN FREUND kein größeres
Privileg, als ihn in die Ferne zu begleiten, um ihn vor Gefahren zu
schützen und vor Feinden zu verteidigen.
Und wenn es dann zum letzten Abschied kommt,
weil sein Herr, wie wir alle irgendwann, dem Tode ergeben müssen
und sein Körper in die kalte Erde gebettet wird, werdet ihr EINEN,
unbeeindruckt davon, ob alle anderen schon ihres Weges gegangen
sind, werdet ihr EINEN an seinem Grabe sitzend finden.
SEINEN TREUEN FREUND
Seinen Kopf zwischen den Pfoten –
Die Augen so traurig –
Aber wie immer voller Wachsamkeit –
Unbeirrbar und von Herzen treu – Über den Tod hinaus.
George-Graham
Vest hielt dieses Plädoyer in einem Rechtsstreit in Warrensburgh,
America (1869). Dort soll sich im Jahre 1870 folgende Geschichte
zugetragen haben: Old Drum, der geliebte Hund eines Farmers,
verirrte sich eines Tages auf dem Grundstück eines Nachbarn. Für
den war der Hund nur ein wilderndes Tier, das er ohne Zögern
erschoss. Dann geschah das für jene Zeit Unfassbare: Der
Hundebesitzer brachte den Nachbarn vor Gericht. Er wollte
erreichen, dass man - erstmals in der Geschichte - den Hund als
ebenbürtigen Partner des Menschen anerkannte und in ihm nicht länger
eine seelenlose Sache sah.
Burden erhielt Recht und Hornsby wurde zu 25 Dollar Strafe
verurteilt. Hornsby legte Widerspruch ein und verlor auch in der höchsten
Instanz und zahlte letztendlich 50 Dollar Strafe an Burden. (Den
Gegenwert zweier Häuser zur damaligen Zeit)
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