"Sie können durch einfaches Beobachten viel bemerken" Yogi Berra

 

Einige Buchempfehlungen für Hundeerziehung der freundlichen Art

Würde das Gebet eines Hundes erhört..... es würde Knochen vom Himmel regnen- über die Vertiefung unserer Beziehung zu Hunden von Suzanne von Clothier (Animal- Learn- Verlag )
- Dieses Buch sollte zur Pflichtlektüre aller Hundehalter gehören.

Leinenaggression von Clarissa v. Reinhardt - mit einem ausführlichen Kapitel über Leinenführigkeit (Animal-Learn-Verlag)

"Calming Signals "- Die Beschwichtigungssignale der Hunde von Turid Rugaas (Animal-Learn-Verlag) 

"Hilfe, mein Hund zieht!" - Turid Rugaas erschienen im Animal-Learn-Verlag

"Das andere Ende der Leine "- Patricia B. McConnel

Hunde verstehen mit Jan Nijboer- Kosmos Verlag

Richtig spielen mit Hunden- Eckehard Lind 

300 Fragen zum Hundeverhalten- Dr. Ronald Lindner 

Cesar Millan " Tipps vom Hundflüsterer" 

 

Calming Signals oder Beschwichtigungssignale 

unterbrechen Aggression, Stress, Angst und unerfreuliche Dinge aller Art, oder lassen diese erst gar nicht aufkommen. Sie bauen Vertrauen auf, vermitteln ein Gefühl der Sicherheit und vor allem: sie helfen verstanden zu werden. Hier einige Beispiele.

 

Schlecken der Nase / Züngeln

Das "Züngeln" gehört wohl zu den am häufigsten angewandten Calming Signals. Es kann ganz kurz sein, aber auch deutlich wahrnehmbar gezeigt werden. Auch, wenn wir Menschen gereizt oder aufgeregt sind, reagieren Hunde häufig mit Züngeln, um uns zu beruhigen.  

Blinzeln

Hunde beschwichtigen auch, indem sie die Augen zusammenkneifen oder blinzeln. Einige senken auch den Blick oder lassen die Augen von rechts nach links wandern. Das kommt zum Beispiel vor, wenn wir unseren Hunden ins Gesicht starren oder die Kamera auf sie richten, genau so aber im Kontakt zu anderen Hunden.

Den Kopf zur Seite drehen

Das Abwenden des Blickes oder sogar des gesamten Kopfes ist ein oft zu beobachtendes Beschwichtigungssignal. Ohnehin gilt direkter Blickkontakt unter Hunden als unhöflich und wird demnach tunlichst vermieden. 

Vermeidung von Blickkontakt
Unterlegenheitsgeste. Der beschwichtigende Hund wendet den Blick ab, vermeidet Augenkontakt.

Gähnen

Auch das haben Sie bestimmt schon bei Ihrem Hund gesehen. Vielleicht gähnt Ihr Hund auch ab und an, wenn Sie Anstalten machen, zum Spaziergang aufzubrechen und er das alles sehr aufregend findet. Dann beruhigt er sich selber durch das Gähnen.

Sich abwenden / sich mit dem Rücken zum Hund oder Menschen stellen

Hunde beschwichtigen uns Menschen und ihresgleichen, indem sie sich umdrehen und ihrem Gegenüber den Rücken zudrehen. Einige Hunde drehen sich bei der Begrüßung ihrer Menschen um und strecken ihnen ihren Rücken entgegen.  
Der beschwichtigende Hund dreht dem Gegenüber das Hinterteil zu, damit werden Signale für eventuelle aggressive Handlungen abgeblockt.
 

Verlangsamung von Bewegungen

Vielleicht kennen Sie die Situation ja: Sie gehen morgens mit Ihrem Hund spazieren, haben es eigentlich eilig und sind mit Ihren Gedanken vielleicht schon bei der Arbeit. Weil alles ganz schnell gehen muss, rufen Sie Ihren Hund - er soll sich mal ein bisschen beeilen. Doch was tut dieser? Trödelt noch mehr rum, kommt gaaaanz langsam auf Sie zu. Oder folgende Situation: Sie sind auf dem Hundeplatz und zeigen mit Ihrem Hund das bislang Geübte. Sie sind ein wenig nervös, weil alle zuschauen und Sie schließlich beweisen wollen, dass Ihr Hund seine neue Aufgabe beherrscht. Sie sagen "Platz" - und statt sich blitzartig in seine Position zu begeben, legt sich Ihr Hund im Schneckentempo hin, gaaaanz langsam. Oder er steht plötzlich wie angewurzelt da, bewegt sich keinen Millimeter mehr, während Sie gereizt auf ihn einreden. Das, was wir in all diesen Fällen sehen, ist ein gut gemeinter Beschwichtigungsversuch unseres Hundes. Er merkt es an unserer Stimme und an unserer Körperhaltung, dass wir angespannt sind - und versucht seinerseits alles, um die Situation zu entspannen. Leider missverstehen wir Menschen das oft gründlich: "Warum um Himmels Willen ist der Hund so langsam, wenn es darauf ankommt?" Sein Beschwichtigungsversuch wird von uns als Ungehorsam, Ignoranz oder "Dominanz" interpretiert. Übrigens: Untereinander zeigen Hunde dieses Beschwichtigungssignal ebenfalls. Sie erstarren förmlich in ihrer Bewegung, um ihr Gegenüber zu beschwichtigen.

Sich ruhig hinsetzen oder hinlegen

Wenn in der Hundegruppe einem der Beteiligten das Spiel zu wüst wird oder ein Artgenosse allzu stürmisch des Weges kommt, setzen oder legen sich Hunde häufig ganz ruhig hin.

Am Boden schnüffeln

Wieder ein Beschwichtigungssignal, für das Hunde häufig bestraft werden. Sie erinnern sich an unser Szenario beim Herbeikommen? Sie rufen etwas ungeduldig, Ihr Hund kommt im Schneckentempo, um Sie zu beschwichtigen - und es kann gut sein, dass er dabei auch noch auf dem Boden schnüffelt. Einige Hunde tun dies auch, wenn sie beim Training mit ihren Menschen überfordert werden. Wir Menschen werten das häufig als Ungehorsam oder Unkonzentriertheit. Hunde beschwichtigen auf diese Weise auch beim Aufeinandertreffen mit anderen Artgenossen.  

Vorderkörper-Tiefstellung

Was aussieht wie eine typische Spielaufforderung oder eine Verbeugung, ist oft ebenfalls eines der "Calming Signals".

Die Pfote heben

Der Hund kann nicht ausweichen wendet meist noch den Blick ab und hebt die Pfote.

Einen Bogen laufen

Höfliche Hunde machen umeinander einen kleinen Bogen, bevor sie sich beschnüffeln. Sie gehen niemals direkt aufeinander zu. Durch das Bogen Laufen beschwichtigen unsere Hunde auch uns Menschen - und werden häufig gründlich missverstanden. Wenn unser Hund nicht schnurstracks auf uns zu kommt, wenn wir ihn rufen, sondern einen Bogen schlägt, werten wir das häufig als Provokation.

Splitten

Wenn zwei Hunde oder Menschen zu nahe beieinander sind, könnte dies aus Sicht des Hundes in einen Konflikt münden. Um dies zu vermeiden, versucht der Hund, zu "splitten", sich also zwischen Hunde oder Menschen zu stellen. Wer eine Welpengruppe organisiert, weiß, welch eine Hilfe ein sozial kompetenter erwachsener Hund sein kann, der sich zwischen zwei all zu wild spielende Welpen stellt. Gesplittet wird unter Umständen aber auch, wenn sich zwei Menschen umarmen oder eng nebeneinander auf dem Sofa sitzen. Wenn der Hund sich dann dazwischen schiebt, hat dies nichts mit Eifersucht oder gar "Dominanz" zu tun.

Pinkeln

Einige Hunde nutzen auch das Pinkeln als Calming Signal. Übrigens: Entgegen der landläufigen Meinung geschieht das häufige Pinkeln von Hunden nicht, weil sie nur "markieren" wollen. Oft ist es so, dass eine Vielfalt von Gerüchen den Hund aufregt - und genau wie uns Menschen schlägt auch ihm Aufregung auf die Blase. Wenn mehrere Hunde zusammen kommen und das Zusammensein genießen, veranstalten sie häufig eine regelrechte "Pinkel-Party": Einer fängt an, die anderen machen mit - ein echtes gesellschaftliches Ereignis also.  

Über die Schnauze lecken oder auch Licking Intentions
Der Beschwichtigende leckt einem anderen Hund die Schnauze. Dieses Lecken kann auch ungerichtet auftreten, also ins Leere gehen bzw. die eigene Schnauze betreffen. Dieses Verhalten wird immer nur sehr kurz gezeigt.

Geduckte Haltung oder auch Sich klein machen
Oft zu beobachten bei Hundebegegnungen. Der Beschwichtigende duckt sich, macht sich klein, dabei kann er auch weiterhin auf den anderen Hund zugehen.
Viele Hundebesitzer interpretieren dieses Signal vollkommen falsch, indem sie annehmen, ihr Hund lauere dem anderen auf und/oder gehe gleich zum Angriff über.

Auf den Rücken legen
Auch Demutsgeste, aktive Unterwerfung, sie dient nach Zimen der freundlichen Integration ins Rudel. Dieses Verhalten kann auch bei Hundebegegnungen gezeigt werden, oft als Steigerung der geduckten Haltung.

Pföteln
Die rechte oder linke Vorderpfote wird im Handgelenk abgeknickt und in Richtung des Partners hochgehalten. Dieses Verhalten wird auch spielerisch dem Menschen gegenüber gezeigt und hat hier einen stark auffordernden, um soziale Integration „bettelnden" Charakter.

Schnauzenkontakt/Schnauzenstoß
Im Zusammenhang mit geduckter Körperhaltung. Es wird mit der Schnauze gegen den Mundwinkel des zu beschwichtigenden Partners gestupst, dabei kann der Mundwinkel auch geleckt (Licking Intentions) werden. Diese Geste wird eher unter Tieren gezeigt, die einander kennen.


Alle diese Signale sind nicht nur Beschwichtigungssignale, 

schließlich gähnen Hunde auch aus Müdigkeit, lecken sich die Nase nach der Nahrungsaufnahme oder kratzen sich bei Juckreiz. Es handelt sich hier um sogenannte doppelt belegte Signale, die situationsabhängig unterschiedliche Konsequenzen zeitigen können. Achtet der Hundehalter bewusst auf diese Signale, lassen sich Rückschlüsse auf den momentanen Gemütszustand des Hundes ziehen.

Calming Signals sind nicht nur Informationsquellen, auf die wir Menschen reagieren können. Wir können sie als wichtiges Kommunikationswerkzeug auch selbst einsetzen:

Begegnen Sie einem Hund, der Ihnen gegenüber offensichtlich unsicher ist oder den Ihre Gegenwart beunruhigt, können Sie ihn beruhigen, indem Sie nicht direkt auf ihn zugehen, ihm nicht direkt in die Augen schauen, sich zur Seite drehen oder sogar ganz abwenden. Der Hund wird das verstehen und darauf reagieren.

Wenn Sie selbst gähnen, kann das Ihren eigenen Hund beruhigen, wenn er sich ängstigt.

Gehen Sie mit einem Hund Spazieren, der ein Problem mit anderen Hunden hat, so erleichtern Sie ihm die Begegnung mit Artgenossen, indem Sie mit Ihrem Hund gemeinsam einen Bogen um diesen herum schlagen. Ihr eigener Hund kann damit die Distanz einhalten, die er zu anderen Hunden braucht, und der andere Hund wird dieses Signal verstehen. Gut möglich, dass er seinerseits mit Beschwichtigungssignalen antwortet, was die Situation weiter entspannt.

In ähnlichen Situationen können Sie sich auch das "Splitten" zunutze machen: Wenn Sie zwischen Ihrem Hund und dem anderen gehen, erleichtern Sie das aneinander vorbei Gehen. Gehen Sie mit zwei angeleinten Hunden spazieren, die sich nicht verstehen, so hilft es ihnen, wenn beim Spaziergang zunächst mehrere Menschen zwischen ihnen laufen.  

 

S T U B E N R E I N H E I T


Stubenreinheit ist nicht angeboren. Bedenken Sie, dass Sie ein "Baby" ins Haus geholt haben, das noch nicht trocken ist.

Tragen Sie den Welpen nach dem Schlafen, Fressen, Spielen, längeren Autofahrten etc. nach draußen an einen ruhigen Ort, möglichst auf eine Wiese. Der Untergrund sollte weich sein. Bleiben Sie bei ihm und loben Sie ihn mit freundlicher Stimme, nachdem er sein "Geschäft" erledigt hat. Loben Sie ihn nicht während er sein "Geschäft" verrichtet, sonst kann es sein, dass er es unterbricht, weil er von Ihnen abgelenkt wird.

Unterlassen Sie Strafen jeder Art. Nackenschütteln, mit der Nase in den Urin oder Kot stupsen oder ähnliche drastische und obendrein falsche Sanktionen sind unsinnig und werden vom Welpen nicht verstanden! Dadurch lernt der Welpe nicht, stubenrein zu werden - sondern nur, Angst vor Ihnen zu haben.

Beobachten Sie Ihren Hund/ Welpen! Wenn er unruhig wird oder sich im Kreis dreht, führen Sie ihn nach draußen.

Ein Welpe muss anfangs auch nachts mal raus. Stellen Sie sein Körbchen direkt neben Ihr Bett, um erste Anzeichen von Unruhe bemerken zu können.

Nachts oder in Ihrer Abwesenheit sollten Sie den Welpen nicht in eine Hundebox sperren. Der Hund gerät darin in Not und Stress, weil er sich nicht in seinem "Nest" versäubern möchte.

Regeln von früher sind überholt. Strafen Sie den Hund auch dann nicht, wenn Sie ihn auf "frischer Tat" ertappen. Er könnte die Strafe mit Ihnen statt mit dem eigentlichen Ereignis verknüpfen. Dann wird er sich nur noch heimlich, nicht mehr in Ihrer Anwesenheit lösen.

Ein kurzes ruhiges "Nein" reicht, um die unerwünschte Handlung in dem Moment zu unterbrechen, in dem er sich gerade im Wohnungsbereich lösen will. Heben Sie ihn hoch und bringen Sie ihn an einen geeigneten Ort, an dem er sich in Ruhe versäubern kann. Achten Sie auch genau darauf, ob Ihr Hund Anzeichen dafür zeigt, dass er raus möchte. Steht er vor der Tür? Schaut er öfter zur Ausgangs- oder Terrassentür? Ist er unruhig? Fiept er? Dies alles können seine Versuche sein, sich Ihnen mitzuteilen, dass er mal "muss".

Ignorieren Sie "kleine und große Missgeschicke", die in Ihrer Abwesenheit passiert sind und beseitigen Sie sie kommentarlos! Nichts sagen, nicht genervt schauen, nicht strafen, nicht ärgern!

Nie Essigreiniger zum Putzen betroffener Stellen verwenden, der Essiggeruch regt den Hund zum Urinieren an.

Hundebücher empfehlen manchmal den Einsatz von Zeitungspapier, auf das der Hund im Haus pieseln oder koten soll. Dann soll er wieder Schritt für Schritt davon entwöhnt werden, indem die Zeitung immer kleiner gefaltet wird und schließlich ganz verschwindet. Warum so umständlich, wenn es auch einfach geht??? Außerdem besteht die Gefahr einer Fehlverknüpfung - der Hund lernt, sich im Wohnungsbereich (!) auf Zeitungspapier zu lösen, nicht aber auf anderen Untergründen wie zum Beispiel einer Wiese und vor allem draußen, wo er sich ja eigentlich lösen sollte.

Ein Welpe braucht Zeit, um zu verstehen, was von ihm verlangt wird. Außerdem muss er, wie ein kleines Menschenkind auch, seinen Schließmuskel erst trainieren, bevor er ihn kontrollieren kann. In der Regel dauert die Erziehung zur Stubenreinheit Tage bis Wochen, das ist von Hund zu Hund unterschiedlich.

Tage und Nächte mit Geduld und Lob zahlen sich aus. Wichtige Grundregel: Verhaltensweisen werden durch Belohnung verstärkt! Loben Sie Ihren kleinen Hund also, wenn er "es" an der richtigen Stelle gemacht hat. Sollte sich trotz allem nicht der gewünschte Erfolg einstellen, bedenken Sie, dass auch eine Erkrankung wie zum Beispiel eine Blasenentzündung vorliegen könnte. Fragen Sie sicherheitshalber Ihren Tierarzt!

 

Erregungszustände

Dass sich ein Hund in einem inneren – meist schon länger anstehenden – Konflikt befindet, ist häufig noch zusätzlich an Erregungszuständen ablesbar. Sie äußern sich vor allem durch: 

Hecheln (ohne vorausgegangene körperliche Belastung oder erhöhte Umgebungstemperatur)

Speicheln

Körperzittern, Lippenzittern, Zähneklappern, Bewegungsunruhe

Bewegungsstarre, ggf. mit Schwanz-(spitzen-) wedeln

Krampfartige Versteifung der Muskulatur (im Liegen, meistens an den Läufen)

Schwanzwedeln (es bietet für sich alleine keine Aussage darüber, ob freundlich oder aggressiv gestimmt)

Aufgestellte Haare, gesträubte Fellpartien, Schreckhaftigkeit

Appell an Welpenbesitzer

Werden Konfliktreaktionen durch ihr gehäuftes Auftreten zum Warnsignal, so liegt es an uns, dafür zu sorgen, dass es bei unseren Welpen möglichst zu keinen Fehlverknüpfungen oder Lernblockaden kommt. Das ist am ehesten dadurch möglich, dass wir einen möglichst schnellen, aber nicht hektischen Situationswechsel herbeiführen. Dabei sollten wir uns bemühen, die Eigenaktivität des Welpen in ein ablenkendes und aufmunterndes Spiel zu überführen. Keinesfalls dürfen wir die negative Gestimmtheit des Welpen durch unüberlegtes Belohnen (z. B. durch Trösten) oder Bestrafen (z. B. aus Verärgerung) verstärken. Die Überleitung in ein Spiel wirkt insofern nicht als Belohnung, als die Spielentfaltung erst eine innere Umstimmung der Gefühlslage zur Voraussetzung hat. 

Äußere Zeichen innerer Stimmung bei Konfliktreaktionen

Als Zeichen eines inneren Konflikts ist auch häufig schon beim Welpen im Alter von etwa 7 Wochen eine Peniserektion beobachtbar. Naturgemäß liegt hier noch keine Fortpflanzungsfähigkeit vor und auch keine sexuelle Motivation zugrunde. 

Lecken der eigenen Schnauze („Züngeln“), Gähnen

Fellschütteln, Fellkratzen (meistens mit einer Hinterpfote im Bereich hinter dem jeweiligen Ohr)

Lautäußerungen (Knurzen, Fiepsen, Winseln, Bellen, Kläffen)

Anheben einer Vorderpfote (im Stehen oder Sitzen), Strecken und Dehnen (mit abgesenktem Vorderkörper– was keine Spielaufforderung ist!)

Schluckbewegungen (ohne Nahrungsaufnahme)

Aufblasen der oberen Lefzen („Lefzenplustern“), Niesen, Urinieren / Markieren

Apportieren von Gegenständen, Beissen in Objekte

Grasfressen, Wassersaufen, Scharren und Graben, Hin- und Herspringen (oft mit scheinbar spielerischem Akzent)

Gangartwechsel, Abwechselndes Vorwärts- und Rückwärtsgehen, in schneller Folge, Kriechen

Lauer-Liegen (angespanntes Abwarten am Boden liegend)

Ausarbeiten imaginärer, also nicht wirklich vorhandener Spuren

Ohrenspiel (Anlegen, Absenken, Aufstellen, Hochziehen), Blickwendungen (Hin- und Abwenden in mehrfacher Folge bei angespannter Körperhaltung)

Wegsehen („so tun, als hätte man nichtsgesehen“)

Hochstehen, Pfoten- und Kopfauflegen (oftmals in so genannter T-Stellung), Aufreiten

Schlafen in Situationen, die Aufmerksamkeit oder Aktivität erwarten lassen (Konfliktschlaf)

Vorliegen oder Vorstehen (als spezielles, ritualisiertes Konfliktverhalten bei Vorstehhunden)

 

Die Menschen erkennen daran, wie du einen Hund behandelst, wie groß deine Seele ist. Charles F. Doran