Der einzige Weg einen Freund zu besitzen ist selbst einer zu sein   ( Emerson )
Einige  häufige Katzenkrankheiten

 

 

FIP - (Feline Infektiöse Peritonitis)

( Ansteckende Bauchfellentzündung) Ist eine tödlich verlaufende, relativ häufige Virusinfektion der Katze die nicht sicher nachgewiesen werden kann und für die keine Behandlungsmöglichkeiten bekannt sind. Die Übertragung erfolgt indirekt durch Näpfe, Kratzbaum, Bürste usw. oder durch direkten Kontakt mit einer FIP- erkrankten Katze. Die Krankheit beginnt in der Regel mit vermindertem Appetit, Fieber und Bewegungsunlust. Nach unterschiedlich langer Zeit kommt es bei einem Teil der Tiere zu Flüssigkeitsansammlung in der Bauchhöhle, der Brusthöhle oder dem Herzbeutel. Der Tierarzt spricht dann von einer "feuchten FIP". Daneben kann das Virus aber auch knötchenartige Veränderungen an inneren Organen hervorrufen. In jedem Fall wird das Abwehrsystem geschwächt. Es kommt z. Bsp. zu Zahnfleischentzündungen, Schnupfensymptome, schlecht heilende Wunden der Haut, Fieber, vergrößerte Lymphknoten und Durchfall. Die Infektion endet immer tödlich. Gegen die FIV-Infektion gibt es gegenwärtig keinen Impfstoff. Eine Übertragung des Katzenvirus auf den Menschen ist jedoch ausgeschlossen.

Einzige Möglichkeit ist eine vorbeugende Impfung. Dabei wird der Impfstoff in die Nase geträufelt. Hierdurch wird die Wahrscheinlichkeit durch Ansteckung über die Nase verringert. Wirkt nur wenn die Katze noch keinen Kontakt mit den Coronavirus hatte. ( was relativ unwahrscheinlich ist). 

Katzenschnupfen

Der Katzenschnupfen ist eine sehr häufige Erkrankung junger, ungeimpfter aber auch ältere Tiere. Katzenschnupfen wird im wesentlichen durch das Rhinotracheitis und das Calici-Virus und weitere Erreger verursacht. Die Krankheitserreger werden durch Tröpfchen aus Nasensekret, Tränenflüssigkeit oder Speichel übertragen. Oder von einem Tier, das die Erkrankung überlebt hat und zeitweilig Viren ausscheidet. Auch durch Gegenstände, Näpfe usw. kann das Virus übertragen werden. So harmlos wie sein Name ist der Katzenschnupfen meist nicht. Er beginnt in der Regel mit Niesen, gefolgt von einem zunächst klaren Nasen- und Augenausfluss, der schnell schleimig und eitrig wird. Hinzu kommen Fieber, Niedergeschlagenheit und Appetitlosigkeit. Die Nasenlöcher verkleben, die kranke Katze muss durch den Mund atmen. Dadurch infizieren sich zum Bsp. die Luftröhre, die Bronchien und sogar die Lunge. Husten ist die Folge. In manchen Fällen treten schmerzhafte Geschwüre in der Maulhöhle auf. Nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, führt der Katzenschnupfen nicht selten zum Tode. 

Einen Impfung gegen Katzenschnupfen schützt. Ist die Katze bereits erkrankt hilft Antibiotika und die Reinigung von Augen und Nase und ein nicht zu trockenes, warmes Raumklima.

Katzenseuche oder Panleupopenie

Ihr Erreger ist ein Virus, das in der Außenwelt extrem widerstandsfähig ist und Jahre überleben kann. Die Katzenseuche wird nicht nur durch direkten Kontakt mit einem kranken Tier übertragen sondern sie kann auch vom Menschen mit Schuhwerk, der Kleidung, den Händen oder mit Gegenständen, die für mehrere Katzen benutzt werden, eingeschleppt werden. Typisch ist das plötzliche Auftreten der ersten Symptome: Appetitlosigkeit, Teilnahmslosigkeit und allgemeine Unlust. Zu diesem Zeitpunkt haben die Katzen sehr hohes Fieber. Kurz darauf erbrechen die Tiere massiv, zunächst die Reste der letzten Mahlzeit, bald nur noch Schleim und Galle. Wenn sie dieses Stadium überleben kann sich ein schwerer, beinahe unstillbarer Durchfall einstellen. Erbrechen und Durchfall führen zu einer sehr raschen Austrocknung und damit letztlich zum Tode. Die Behandlung der Katzenseuche ist aufwendig und, vor allem bei Jungkatzen, nicht immer erfolgreich.

Seit der Einführung der Impfung ist die Krankheit zurückgegangen.

Tollwut

Die Tollwut ist für alle Säugetiere - auch für den Menschen - lebensgefährlich. Das Tollwutvirus wird fast ausschließlich durch den Biss infizierter Füchse übertragen. ( Marder , evt. Fledermäuse usw. ) Es greift das zentrale Nervensystem an und ruft Aggressivität, Wesensveränderungen und Lähmungserscheinungen hervor. Fortschreitende Ruhelosigkeit, Gleichgewichtsstörungen gefolgt von Krämpfen und Lähmungen führen schließlich zum Tode. Aufgrund der enormen Gefahr für den Menschen gehört die Tollwut zu den anzeigepflichtigen Seuchen und unterliegt als solche der staatlichen Kontrolle. Behandlungsversuche sind bei tollwutkranken und tollwutverdächtigen Tieren verboten. Tollwutverdacht besteht auch dann, wenn ein Kontakt mit einem tollwutkranken oder tollwutverdächtigem Tier nur vermutet wird. In einem solchen Fall kann die Tötung angeordnet werden, es sei denn, das Tier ist nachweislich gegen Tollwut geimpft.

Es gibt einen Impfschutz

 

Katzenleukose 

Die Katzenleukose ist die häufigste infektiöse Todesursache der Katze. Von der Ansteckung bis zur Erkrankung können Jahre vergehen. In dieser Zeit werden aber die Erreger millionenfach mit dem Speichel  ausgeschieden. Betroffene Katzen leiden zunächst unter den Symtomen des Katzenschnupfens. Als Faustregel kann aber gelten: plötzliche Mattigkeit, unerklärliche Gewichtsabnahme, Durchfall oder Verstopfung, Schweratmigkeit, auch alle Gesundheitsstörungen die sich über längere Zeiträume ziehen, die bei der Behandlungen keine oder nur vorübergehende Besserung erzielen. Der Erreger ist ein Virus, das mit den Immunschwäche-Viren der Katzen (FIV) und des Menschen (HIV) verwandt ist. Das Leukose-Virus befällt jedoch ausschließlich Katzen. Es wird leicht übertragen: hauptsächlich durch direkten Kontakt, aber auch über den Fressnapf (Speichel) und durch Blut. Infizierte Muttertiere können die Leukose im Mutterleib und über die Milch auf Ihre Jungen übertragen. Als Folge der Abwehrschwäche wird die Katze für sonst harmlose Erreger sehr anfällig. Die daraus folgenden Entzündungen können alle möglichen Organe angreifen und lassen sich nicht oder nur kurzfristig behandeln. Desweiteren können bei einer an Leukose erkrankten Katze die übrigen Schutzimpfungen fehlschlagen, da das Immunsystem nicht mehr in der Lage ist, Schutzstoffe zu bilden.

Katzenleukose ist unheilbar. Seit nicht allzu langer Zeit gibt es die Möglichkeit zur vorbeugenden Schutzimpfung. Diese ist aber nur bei den Katzen sinnvoll, welche noch nicht mit dem Virus infiziert sind. 

FIV- Felines Immunschwächevirus "Katzenaids"

führt zu schwerer Beeinträchtigung des Immunsystems. Die Übertragung findet hautsächlich durch Bisse statt. Das Virus vermehrt sich in den weißen Blutkörperchen. Blutarmut kann die Folge sein. Infizierte Katzen können jahrelang ohne Krankheitszeichen sein. Kommt es jedoch zu einer weiteren Infektion können die durch FIV geschwächten Abwehrkräfte nicht mehr reagieren und die Katze stirbt. Die Symptome ähneln denen der Leukose. Es kann meist nur durch spezielle Tests möglich zwischen den Krankheiten zu unterscheiden. 

Momentan gibt es noch keinen getesteten Impfschutz

 

Aujetszkysche Krankheit

wird durch ein Herpesvirus das Schweine beherbergen hervorgerufen. Infizierten Tieren kann nicht mehr geholfen werden. Die Krankheit verläuft bei der Katze mit tollwutähnlichen Erscheinungen, häufig mit starkem Juckreiz. Der Tod kann aber auch ohne diese Anzeichen sehr schnell eintreten. Kochen des Schweinefleisches zerstört die Erreger.

Toxoplasmose

Der Erreger, ein einzelliger Parasit -Toxoplasma gondii-  ist weltweit unter Säugetieren, Vögeln und Menschen verbreitet. Die infizierte Katze spielt im Infektionsgeschehen der Toxoplasmose eine besondere Rolle: für kurze Zeit scheidet sie mit dem Kot die sehr widerstandsfähigen Frühstadien des Erregers (Oozysten) aus, die nach einer Reifezeit von 2 bis 4 Tagen in der Umwelt infektionstüchtig werden. Über die Nahrungskette werden nahezu alle warmblütigen Tiere einschließlich unserer landwirtschaftlichen Nutztiere erreicht.

Der Mensch kann sich durch den Genuss von nicht ausreichend erhitztem Schweine-, Schaf- und Geflügelfleisch infizieren. Eine weitere Infektionsquelle sind die von der Katze ausgeschiedenen Oozysten, die bei Gartenarbeiten zufällig aufgenommen werden können.

In der Regel verläuft die Toxoplasmose bei Mensch und Tier ohne besondere Krankheitsanzeichen. Etwa 70 bis 80 % der Bevölkerung hat im Laufe des Lebens Kontakt zu dem Erreger und wird nach der überstandenen Infektion immun gegen die Erkrankung.

Gefährlich ist die Toxoplasmose für ungeborene Kinder, deren Mütter sich erstmals während der Schwangerschaft infizieren. Gelingt dem Erreger der Übertritt in die Gebärmutter, kann er eine Fehlgeburt auslösen oder das zentrale Nervensystem oder die Augen des Kindes schädigen. Aus Besorgnis um die Gesundheit eines ungeborenen Kindes werden Katzen häufig aus dem Lebensbereich schwangerer Frauen verbannt. Der Kontakt zum Tier selbst stellt jedoch keine Infektionsgefahr dar, da die Erreger ausschließlich mit dem Kot ausgeschieden werden. Katzen, die zeitlebens ausschließlich im Haus gehalten wurden und nicht mit rohem Fleisch gefüttert werden, haben in der Regel keine Toxoplasmose.

Eine Blutuntersuchung beim Tierarzt gibt Sicherheit.

Um jede Gefährdung des Kindes auszuschließen, sollten schwangere Frauen bei ihrem Arzt eine Blutuntersuchung auf Toxoplasmose-Antikörper durchführen lassen. Besondere Vorsichtsmaßnahmen sind nur dann erforderlich, wenn keine Antikörper im Blut nachweisbar sind.

In diesem Fall ist es wichtig, die Reinigung der Katzentoilette einem anderen Familienmitglied zu überlassen oder Einmalhandschuhe zu tragen. Die Reinigung soll täglich erfolgen, um eventuell ausgeschiedenen Toxoplasma-Frühstadien keine Gelegenheit zur Reifung zu geben.

Auch bei Gartenarbeiten sollte die Schwangere unbedingt Handschuhe tragen, denn die Gefährdung beim Umgang mit Katzenkot-verseuchter Erde ist größer als beim Umgang mit der eigenen Katze.

Der Verzehr von rohem Fleisch sollte vermieden werden, denn ebenso wie die Katze kann sich auch der Mensch an nicht durchgegartem Fleisch infizieren. Ebenso wichtig ist der hygienische Umgang mit rohem Fleisch während der Zubereitung. Die Toxoplasmose-negative schwangere Frau sollte auch in diesem Fall Handschuhe tragen oder sich anschließend gründlich die Hände waschen.

Werden diese allgemeinen Hygieneregeln beachtet, besteht kein Grund, aus Angst vor einer Toxoplasmose-Infektion während der Schwangerschaft Katzen zu meiden.