Das es gegen Tiere keine Pflichten geben soll, ist eine empörende Rohheit

  A.Schopenhauer

 

 

 Kaninchenzucht

 

In  ca. 450 deutschen Betrieben werden mehrere Millionen Kaninchen unter qualvollen Bedingungen gezüchtet und gemästet.

Die fabrikmäßige Zucht, Haltung und Mast von Kaninchen zur Gewinnung von Fleisch, Fell und Angora-Wolle hat den putzigen Kleintieren auch den letzten Rest artgemäßer Lebensbedingungen genommen: Die Käfige bestehen aus Drahtgittern , haben keine Einstreu und sind kaum größer als die Kaninchen. Die Tiere können sich nicht einmal umdrehen, geschweige denn laufen, hoppeln oder gar springen. Sie vegetieren dahin wie Legehennen und Pelztiere. Erst der Tod setzt der Tortur ein Ende.

Sie hocken lebenslang in Behältnissen, die ihnen nicht einmal artgerechtes Sitzen ermöglichen. In zahlreichen Mastanlagen sind Kaninchen so eng in Boxen zusammengepfercht, dass sich die Tiere gegenseitig verletzen und einige aus Platzmangel sogar ersticken. Andere Folgen der artwidrigen Haltung sind

  • Das Knochengerüst verformt sich, die Wirbelsäule verkrümmt.
  • Die Käfiggitter verursachen Entzündungen und schmerzhafte Verletzungen, an den Läufen entstehen offene Wunden.
  • Die Tiere haben massive Verhaltensstörungen. Sie sind apathisch, aus Langeweile nagen sie an den Gitterstäben; auf zufällige Reize reagieren sie mit Panik
  • Die Zähne wachsen unnatürlich, weil das pelletierte Kraftfutter keine Möglichkeit zum Nagen gibt.
  • Jungtiere können nicht artgerecht von Müttern versorgt werden, da die Häsin keine Möglichkeit hat, die "Wurfkästen" zu verschließen und sich von den Jungen zu entfernen, wie es ihrem Trieb entspricht.
  • Neugeborene Kaninchen werden oft schon am zweiten Tag nach der Geburt an Mastbetriebe verschickt. Die Mutter wird innerhalb weniger Tage wieder künstlich besamt - bis zu zehnmal jährlich. Ein mörderischer Verschleiß: Die Tiere werden kaum älter als 12 Monate. Natürlich gehaltene Kaninchen schaffen bis zu 12 Jahre.
  • Auch Angora-Kaninchen leben in quälerischer Einzelhaft. Das Fell darf nicht verschmutzen und verfilzen. Die Tiere werden viermal im Jahr geschoren, teilweise bis auf die nackte Haut. In einigen Ländern wird die Wolle gerupft. Den Tieren wird die Wolle herausgerissen zum Teil auch die Haut. Der Kälteschock belastet Kreislauf und Stoffwechsel. Zahlreiche Kaninchen gehen vorzeitig ein. 
Verzichten Sie auf Fleisch, Fell und Wolle von Kaninchen aus Mastbetrieben. Kaufen auch Sie keine Produkte von gequälten Tieren!

 Legehennenquäler-Ei
 

In Deutschland gibt es etwa 40 Millionen Legehennen. Rund 94 % der Legehennen werden in Käfigbatterien gehalten. Knapp 4% in dicht belegter Bodenhaltung. Die Folgen dieser qualvollen Haltung sind z. Bsp. Kannibalismus und Federpicken (wird durch das Kürzen der Schnäbel bekämpft), Krankheiten die mit großen Antibiotikagaben verhindert werden sollen, Gelenkdeformationen usw. Artgerechtes Verhalten ist unmöglich.

Weniger Platz zum Leben als ein DIN-A4-Blatt bot die herkömmliche Käfighaltung für Legehennen, die neuen Kleingruppenkäfige ermöglichen den Tieren gerade einmal einen Bierdeckel mehr Platz. 

Zum 1. Januar 2010 wurde die Haltung von Legehennen in herkömmlichen Käfigen zwar verboten, aber ein Großteil der alten Systeme – oft auch konventionelle Käfige genannt - wurde lediglich durch den neuen Kleingruppenkäfig ersetzt worden.

In Deutschland wurden im Jahr 2008 nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums noch rund 65 Prozent der Hennen in Käfigen gehalten. Weil die Hersteller der neuen Kleingruppenkäfige Lieferschwierigkeiten hatten, haben Eierproduzenten für die alten Käfigsysteme eine weitere Übergangsfrist bis zum 31.12.2009 erteilt bekommen. Das Bundesverfassungsgericht hatte bereits 1999 festgestellt, dass die Verhaltensweisen Scharren, Picken, ungestörte und geschützte Eiablage, Sandbaden und erhöhtes Sitzen auf Stangen Grundbedürfnisse der Hennen sind, die mit Blick auf das Tierschutzgesetz nicht eingeschränkt werden dürfen. Genau diese Grundbedürfnisse sind in den neuen Kleingruppenkäfigen nicht erfüllt, betont Apel.

 

Der Deutsche Tierschutzbund ruft die Verbraucher noch einmal nachdrücklich auf, Käfigeier (mit Kennzeichnung „3“) - auch aus Kleingruppenkäfigen - zu boykottieren. Das gilt für das „Frühstücksei“, aber ebenso für alle Produkte mit Ei, bei denen nicht erkennbar ist, dass diese aus Boden-, Freiland- oder Biohaltung stammen

 

Mastkälber

 

EU-weit werden jährlich ca. 5 bis 6 Millionen Mastkälber aufgezogen. Die "effektivste" Form der Haltung ist Einzelboxenhaltung. In 81 cm breiten Boxen, häufig auf hartem, rutschigem Boden in dunklen,überhitzten Ställen. Da der Verbraucher helles Kalbfleisch wünscht, werden die Tiere eisenarm, mit einem Milchpulvergebräu aus Antibiotika und chemischen Zusätzen, ernährt. Eisenhaltiges Raufutter, das sie für Ihre Mägen brauchen, wird Ihnen vorenthalten. Etwa 10% steht diese Mast nicht durch. In Deutschland ist die Einzelboxenhaltung verboten und die Kälber müssen eine Mindestmenge Raufutter erhalten.

Milchkühe

 

Sie verbringen fast ihr ganzes Leben in der Anbindhaltung. Das bedeutet für über 50% der deutschen Milchkühe "stillgestanden". Diese Art der Milchkuhhaltung gilt als die effektivste . Die Kühe werden zu reinen Milch- und Gebärmaschinen reduziert. Die Fütterung der Tiere ist der erhöhten Milchproduktion nicht immer optimal angepasst. Die Folgen sind Verletzungen und hohe Krankheitsanfälligkeit. Die Intensivierung der Milchproduktion hat insgesamt zu einer Herabsetzung der Lebensdauer von Milchkühen geführt.

Schweine

 

In Deutschland sind fast alle der ca. 24 Millionen Schweine zu Gebär- und Fressmaschinen degradiert. 80 % der Mastschweine leben in häufig zu vollen, dunklen, stinkenden Ställen auf Vollspaltböden. Die meisten Zuchtsauen müssen in Kastenställen oder Anbindehaltung ihr Dasein fristen. Einzige Ausnahme - vom Gesetz vorgeschrieben - muss den Sauen nach dem Absetzen der Ferkel vier Wochen lang täglich eine Stunde Bewegungsfreiheit gewährt werden. Während des Abferkelns ist die Sau im sogenannten Ferkelschutzkorb zur Bewegungslosigkeit verurteilt. Arttypisches Verhalten ist unmöglich.

Pelze

 

Jährlich werden über 25 Millionen Nerze, 5 Millionen Füchse, 4 Millionen Nutrias und 250 000 Chinchillas aufgrund ihres schönen, weichen Fells mit brutalen Mitteln getötet. Aber nicht nur die Tötung dieser Tiere ist unsagbar grausam, ihr ganzes kurzes Leben ist eine reine Quälerei. Die Tiere sind in winzige Käfige gepfercht, obwohl sie in freier Wildbahn in riesigen Arealen leben. Die meisten dieser Wildtiere sind von Natur aus Einzelgänger, doch auf den Pelztierfarmen leben sie Käfig an Käfig mit den Artgenossen, zumeist müssen sie ihren eigenen winzigen Käfig auch noch mit 2-3 anderen teilen. Die Käfige in einer Pelztierfarm werden in mehreren Reihen in großen Schuppen, die keinerlei Isolation und Schutz gegen Wärme, Kälte und Regen bieten, ein Meter über dem Boden aufgehängt und bestehen gänzlich aus Drahtgitter. Die Exkremente der Tiere fallen durch das Gitter zu Boden und werden zumeist erst nach 2-3 Monaten entfernt - das heißt, dass die überaus geruchsempfindlichen Tiere mit enormem Gestank leben müssen. Das Futter der Tiere besteht aus "Betriebsabfall", genauer gesagt, aus den gehäuteten Artgenossen. Die Tiere selbst weisen schwerwiegende Verhaltensstörungen auf, was bis zu Kannibalismus und Selbstverstümmelung reicht, und führen andauernd stereotype Bewegungen aus. Die letzte viertel Stunde des Pelztierdaseins wird meist zu einem Höhepunkt von Angst und Qual, als hätten die Tiere noch nicht genug gelitten. Nerze werden zumeist vergast, Füchse durch Elektroschocks getötet und den meisten Chinchillas wird das Genick gebrochen. Bei der Vergasung werden 30-100 Nerze in einen Karton geworfen, dann führt man den Auspuff eines Kraftfahrzeuges durch eine Öffnung ins innere der Kiste und der Motor wird angelassen. Die Tiere ersticken qualvoll, der Todeskampf dauert bis zu 2 Minuten. Oft kommt es auch vor, dass manche Tiere bei der Häutung noch gar nicht tot sind und während dieser grausamen Prozedur aufwachen. Bei der Elektroschocktötung wird dem Tier jeweils eine Elektrode in den After und eine in das Maul gesteckt, anschließend fließ t Strom durch das Tier - auch hier dauert der Todeskampf einige Minuten. Um das Genick eines Tieres zu brechen, wird dessen Kopf mit großer Wucht auf eine Tischkante geschlagen, die meisten Tiere sind nach dem ersten Versuch noch nicht tot. Deutschland ist im Verbrauch von Pelzen weltspitze. In Deutschland selbst gibt es ca. 40 Pelzfarmen, die Bundesregierung sieht jedoch trotz Anraten des Deutschen Bundesrats keinen Grund diese zu verbieten. In Ö sterreich ist die Pelztierhaltung in 6 Bundesländern seit 1998 verboten, jedoch gibt es auch in den restlichen 3 Bundesländern keine einzige Pelztierfarm. Dennoch gibt es etwa 200 Kürschner-Innen und Pelzgeschäfte in Österreich, die meisten Pelze davon stammen vom Fallenfang aus Alaska, Kanada und Russland, wo noch immer die brutalen Lebendfallen "Tellereisen" angewendet werden dürfen. In der Schweiz ist wenigstens die Käfighaltung verboten. Nerze müssen in einem Gehege mit Bademöglichkeit gehalten werden, Füchse müssen eine Grabmöglichkeit haben. In den USA gibt es wahnsinnige 670 Pelztierfarmen!  Pelz ist in der heutigen Zeit nur mehr ein reiner Luxusartikel, den vor allem reiche oder möchtegern -reiche Frauen gerne Öffentlich zur Schau stellen. Die Pelzindustrie wirbt m it Slogans wie "Natur pur", jedoch die heutigen Pelze sind in Wahrheit alles andere als natürlich. 140 Arbeitsschritte durchläuft eine Pelzware bis sie in den Handel gelangt, darunter auch einige Behandlungen mit verschiedensten Chemikalien. Künstlicher Web-Pelz ist eine nette Alternative, wenn man auf Pelz nicht verzichten will und steht dem echten Pelz um nichts nach, eben außer, dass man keine Haut von toten Tieren trägt! Besonders warm bzw. wärmer als andere Stoffe ist ein Pelz auch nicht, das gibt sogar die Pelzindustrie zu. Synthetische Materialien wie z.B. Gore -Tex schützen erwiesenermaßen viel mehr vor Kälte und sind zudem um einiges robuster. 

Die Daten wurden von mir aus verschiedenen glaubwürdigen Quellen zusammengetragen. Sollte etwas nicht so stimmen oder auch noch schlimmer sein so bitte ich um eine E-Mail. Danke P.S.
 
Die Einsicht, dass Tiere ähnlich empfinden wie Menschen hat nicht gerade dazu geführt mit ihnen ähnlich wie mit Menschen umzugehen.