"Auch die Tiere sind Gottes Eigentum. Gott hat sie uns anvertraut, nicht ausgeliefert."

Pastor Erich Schulte

 

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Amsel, Drossel, Fink und Star, Falke, Bussard usw. -

Jedes Jahr im Frühling werden viele vermeintlich hilflose Vögel bei uns abgeliefert. Dabei meinen die Menschen es gut - der arme kleine Kerl kann noch nicht richtig fliegen. Jedoch sind meist Eltern in der Nähe die das Jungtier weiter bestens versorgen. Es ist einfach nur zu groß geworden und passt nicht mehr ins Nest. Über Bettelrufe stehen die Eltern mit ihren  Kindern in Verbindung. Diese Rufe hören sich je nach Vogelart mehr oder weniger durchdringend und kläglich an. Immer wieder wird dann der Fehler begangen, die Vogelkinder aus Mitleid mitzunehmen, um sie zu „retten“. Damit beginnt für die meisten dieser Jungvögel ein Leidensweg, der durch falsche Unterbringung und Fütterung zum Tode führt. Von voreiligen Rettungsaktionen sollte daher in jedem Fall abgesehen werden. Die Überlebenschancen eines von den Eltern versorgten Jungvogels sind immer größer als die Chancen der von Menschenhand „hochgepäppelten“ Tiere. Setzen Sie einen kleinen Vogel daher nur in ein nahe gelegenes Gebüsch, wo die Elterntiere ihn -geschützt vor Autos und Fußgängern - weiter versorgen können. Erst wenn nach längerem Beobachten (in ausreichender Entfernung und Deckung!) davon ausgegangen werden kann, dass kein Altvogel das Junge versorgt, kann es in menschliche Obhut genommen werden.

Setzen Sie einen jungen oder verletzten Vogel nie in einen Käfig. Er würde vor Angst heftig flattern und sich an den Gittern Kopf und Schwingen blutig stoßen. Am besten setzt man das Tier in einen Karton, dessen Deckel mit Luftlöchern versehen wird. Auch während des Transports zum Tierarzt oder zu einer Pflegestation sollte der Vogel in einem kleinen dunklen Kasten sitzen

Aber auch immer häufiger werden Straßenverkehr, große Fensterflächen, Drahtzäune und Stromleitungen unseren Wildtieren zum Verhängnis. Verletzte Wildtiere, die gefunden und zu uns gebracht werden finden hier eine Bleibe auf Zeit mit dem Ziel der Wiederauswilderung auf schnellstem Weg. Die Tiere sollen sich nicht zu sehr an den Menschen gewöhnen. Die natürliche Scheu muss erhalten bleiben. Die Tiere werden tierärztlich Versorgt sowie artgerecht untergebracht. Die meisten der von uns aufgezogenen oder wieder gesund gepflegten Tiere sind in erster Linie Singvögel, Greifvögel (meist Falken) Enten, aber auch Säugetiere wie Igel oder z. Bsp. Feldhasen

Dabei gilt es immer die entsprechenden Gesetze einzuhalten. Das sind das Jagdgesetz, die Naturschutz- und Tierschutzgesetze.

Nicht vergessen sollte man auch den erheblichen Zeit- sowie Finanzfaktor bei dieser ehrenamtlichen Tätigkeit. Kosten von bis zu über 200 Euro pro gepflegtem oder aufgepäppeltem Tier sind normal. Dabei kommt es auch nicht immer auf die Größe des Tieres an.

Alle Arbeiten im Verein, die mit der Pflege und Versorgung der Wildtiere im Zusammenhang stehen, werden von unseren Mitgliedern ehrenamtlich in ihrer Freizeit ausgeführt. Das bedeutet in vielen Fällen auch ein Zurückstecken der eigenen persönlichen oder familiären Interessen. Aber nichts ist schöner, als ein gesund gepflegtes oder aufgepäppeltes Tier wieder in die Freiheit entlassen zu können. Dorthin wo es ja  letztendlich hingehört.

Wussten Sie schon... 

- Ein Kohlmeisennest kann ca. 8cm hoch werden
- über 1000 mal muss eine Meise hin-und herfliegen, bis der Nestbau abgeschlossen ist
-30 bis 70 Schnäbel voll bekommt jeder Jungvogel zu fressen
- mit etwa 10.000 Raupen füttern die Meiseneltern ihren Nachwuchs

Bilder folgen demnächst

 

Einige Seiten bei denen man viel wissenswertes über Wildvögel und Wildtiere  erfahren kann

http://www.greifvogelhilfe-sachsen.de/

http://www.wildvogelhilfe.org

www.eichhoernchen-notruf.de